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Neues von mir:
@ 2009-10-29 – 08:35:26
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Heut', Heut' ...oder... dudeldideltrullala
@ 2008-07-17 – 11:49:00
-fränkisch für jedermann-
Heut', Heut',
renn' i' nackert durch 'n Summerreg'n,
und bi' dabei g'wiess net verleg'n,
sing' dudeldidelseiesdrum
Heut', Heut',
spring' i' in d' Pfütz'n wie a klan' s Kind,
die Omma sochd: "Schau hi', der spinnd!",
sing' dideldadeleinerlei
Heut', Heut',
fang i' mit der Zunga die Reg'ntropf'n auf,
geb' net obachd, ob i' dabei ersauf',
sing' dadeldudelmirdochwurschd
Morg'n, Morg'n,
tanz' i' mit'm Staubkorn im Sunnastrahl,
die grüne Wies'n is' mei' Tanzsaal,
sing' dideldudelgradschöis
Morg'n, Morg'n,
klau i' vom Nachbär's Baam die Kirsch'n,
los' mi' dabei garantierd net erwisch'n,
sing' dudeldadelschobinifort
Morg'n, Morg'n,
streck' i' mei' Nas'n in die Mittagssunna,
des kitzelt so schö', des is' fei a Wonna,
sing' dadeldideldieweltghörtmir -
Der Sonne Strahl
@ 2008-06-30 – 13:49:34
Der lichte Tag
verwöhnte mich
mit warmen Sommerregen,
doch ich sah nur
den aufgeweichten Schlamm
und Pfuhle auf den Wegen.Darum folgten
sturmgepeitschte Wolken,
entluden ihre eis'ge Fracht.
Es herrschte Finsternis und Leere.
Mir wurd' bitterlich kalt
in schwarzer Nacht.Doch scheint, selbst
diese Düsternis
muss weichen -
im Fernen bohrt sich ein heller
Finger durch das Schwarz
und's Dunkle flieht zu Seinesgleichen.Der Finger find' gewiss
auch mich im Finstern,
berührt zärtlich meine ausgestreckte Hand.
Ihm wird die Sonne
wärmend folgen und strahlen
über ein lieblich' Land. -
Ein fränkisches Paradies
@ 2008-06-06 – 10:12:30
Nicht zu übersetzen, nur zu erleben.
Dä Rabs is scho grün
und gelb des Korn
dä Frühling is
zäm Summä worn.Die Sunna blecht
mier auf mei Hirn,
do dud si nix mehr
hindä meina Stirn.Iech moch nix dengn,
säch blos a Bild,
a stanerns Grüchla
mit koldn Bier gfülld.A Bierbenk im Schaddn
vo ana aldn Buchn,
a Seidla om Disch,
brauchsd Paradies nimmä suchn.Im Schaddn is schö kühl,
dess Bier isses a,
an Zieberläskees häd i gern,
dankschö guda Fraa.Aweng a Gwaaf mitm Nachbän:
dä Schorsch is fei gschdorm.
Jaja, hob scho ghörd
und dä Glub hod a widdä verlorn.Mei Delefon schelld !
Jawoll, Scheff, ich komme sofort !
Och goddäla, ich sogs euch,
des Paradies wor a schönnerä Ord.
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Frühling!
@ 2008-05-13 – 19:16:26
An der Kirschenblüte Bienen Gesumm,
tiefer, im Gras, Hummel Gebrumm,
Frühling!Ostwind bläst den Himmel blau,
zwanzig Grad, die Luft ist lau,
Frühling!Maiglöckchen nickt im heftigen Wind,
der trägt die Pollen zur Blüte geschwind,
Frühling!Täuberich gurrt Liebeslieder,
betörender Duft entströmt dem Flieder,
Frühling!Lippen rot sich's Mädchen schminkt,
verstohlen ihrem Liebsten winkt,
Frühling! -
Das Herz
@ 2008-03-14 – 12:14:45
Der Poet scheint tot,
ist offenbar
im Nichts versunken.
Das Leben
hat ihn aufgefressen,
aufgesogen, hinab getrunken.Vom aufgerissenen Maul gepackt
von spitzen Zähnen
auseinander gerissen,
in des Monsters Schlund gespült,
das Leben
hat kein schlechtes Gewissen.Gedanken, Worte aufgelöst,
verdaut und einverleibt.
Überflüssiges ist ausgeschieden,
trostloser Rest
der übrig bleibt.Zerfällt zu Staub,
verweht im Wind,
der legt frei ein
faustgroßes Stück.
Es widerstand,
hat überlebt,
pulsiert.
Kommt der Poet als Anderer zurück?
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Am Morgen
@ 2007-08-14 – 10:22:44
Der Schlaf
entlässt.
Du
liegst an mir.
Ganz dicht.
Riechst
nach dir.
Bist warm.
Dein Kopf
ruht in
meinem Arm.
Dein Atem
streichelt
sanft meine
Haut,
fühl mich dir
nah, vertraut.
Schau dich,
seh' dein
Gesicht,
lieblich im
Morgenlicht.Will den
.
Anblick
genießen,
da spür ich
eine Träne
fließen.
Verstohlen,
die Wange
entlang.
Dennoch
ist mir
nicht bang.
Glück
entlockt
die Träne,
es ist,
was ich
ersehne -
Liebeszauber
@ 2007-07-25 – 14:39:38
Tiefe Nacht,
Bäume rauschen,
Waldkauz ruft zum Tanz.Voller Mond,
Stimmen wispern,
Schemen wiegt im Sternenglanz.Dunkle Lichtung,
Feuer knistet,
Flamme lodert plötzlich hell.Heiße Glut,
Weißes brennt,
Rauch steigt in die Höhe schnell.Ferner Ort,
Liebe entflammt,
Herz wurde des Feuers Spiegel.Glühende Seele,
Heiße Sehnsucht,
Zauber fesselt mit glutrotem Siegel. -
Weißt du noch?
@ 2007-06-21 – 12:33:17
Weißt du noch?
Der Apfelbaum?
Ich erzählte ihm von Dir.
Von meiner Sehnsucht,
von meinen Träumen,
von der Liebe,
die ich in mir spür.
Eben war ich erneut beim Baum,
legt' meine Hände auf die rissige Rinde.
Gelobt ich doch, wenn du bei mir,
ich nochmals zu ihm finde.
Das Geheimnis das ihm anvertraut',
stumm hat er es behütet.
Tief verwurzelt steht er da,
trotzt' allen Stürmen, die um ihn gewütet.
So macht ich's wahr, was ich versprach
und flüsterte ihm leis':
"Das Geheimnis ist keins mehr,
weil alle Welt von unserer Liebe weiß."
Er hört' still zu, wie ich's gewohnt.
Doch schien, als ob er's wüsste.
Vielleicht hat's der Wind ihm zugetragen?
Als er sah, wie ich dich küsste? -
nicht mein tag....
@ 2007-06-19 – 13:05:35
als ich heut morgen auf der autobahn zur arbeit
fuhr
und wechselte von der linken auf die rechte
spur,
hat mich fast ein lastwagen gerammt und
weggeräumt.
ich hatte ihn übersehen, hab mit offenen augen
geträumt.wenig später, als ich mit meiner liebsten
telefonierte,
sagte ich offenbar etwas, was sie sehr
pikierte.
ich weiß genau, dass es nicht so ist wie ich
sagte,
trotzdem stellte ich fest, obwohl sie nicht
fragte.
sie war wohl vollkommen zurecht ziemlich
angesäuert.
hinterher hätte ich mir am liebsten selbst eine
gescheuert.dann sitz ich im büro und fühl mich ziemlich
kläglich.
hol mir einen pott kaffee, wie sonst auch
täglich
und schütte mir die brühe über hemd und
hose.
schau aus wie ein ferkel und bekomm gleich eine
psychose.
es ist halb zehn und der tag ist einfach nur
be.......,
was noch auf mich zukommt, ich will es gar nicht
wissen.ich bin scheinbar mit dem linken fuß
aufgestanden.
muss mich heut vorsehen vor ecken und
kanten,
sonst hole ich mir noch blaue flecken und
beulen,
so ein tag wie heute ist tatsächlich zum
heulen.
dabei scheint die sonne draußen so
schön,
doch ich hab kopfweh, das liegt wohl am
fön.ich hoff jetzt, geliebte, du bist nicht mehr
sauer,
mein zustand ist gewiss auch nicht von
dauer.
ich werde mich sicher noch heute wieder
einrenken,
möcht dir, zur versöhnung, dies gedichtchen
schenken. -
Der Sturm
@ 2007-06-18 – 10:34:49
Wie schön!
Tiefroter Mohn.
Der Mohn, er blüht! Nein: blühte! Ein Sturm!
Die Freude scheinbar verfrüht. Das Unwetter, es reißt und zerrt.
Die Hagelkörner hämmern und schlagen. Dreschen auch das junge Korn. Viel zu früh.
Die Halme liegen am Boden, bevor sie tragen. Beraubt ist nun der Mohn der Schönheit.
Die Blütenblätter vom Wind gepflückt. Das Rote hoch in die Lüfte gewirbelt.
Der Wind hat sich geschmückt! Wir sehen staunend.
Sind entzückt.
Wie schön! -
Komm her !
@ 2007-06-13 – 13:44:53
Komm her, komm her!
Komm her zu mir!!
Wo bist du nur?
Ich brauch dich hier!Komm her, komm her;
komm doch zu mir!
Ich muss dich sehen!
Will reden mit dir!Komm her, komm her,
bitte komm zu mir.
Mein Herz, es brennt,
weil es sich nach dir sehnt!Komm her, komm her,
komm dir auch entgegen!
Ich vermiss dich so sehr,
fühl mich ohne dich leer.Ich komm, ich komm!
Ich komm zu dir!
Bin schon auf dem Weg,
so schnell, als ob ich flieg.Ich komm, ich komm,
ich bin ja schon da!
Seh' dein Lachen schon,
es ist mein größter Lohn. -
Bloß, dass was g'schrieb'n ist !
@ 2007-06-12 – 15:41:04
Weiß nicht was ich tun soll,
bin voller Langweile.
Nehm' ein leeres Blatt
und schreib' eine Zeile.Gekritzel steht da,
ergibt keinen Sinn.
Doch dann fällt mir auf:
Da steht, was ich bin!Schrieb das Alphabet,
ein Wort statt Buchstaben.
Für A steht dort ALLES
für H schrieb ich HABEN.Für B steht BEGEHREN,
das ich so oft fühle.
VERGANGENHEIT für V
in der ich häufig wühle.Zu M schrieb ich MEINS,
nur ich weiß, was ich meine.
Für D malt' ich DEINS,
denn ich bin der deine.Ich schrieb 26 Wörter,
sie erzählen eine Geschichte.
Zeigen was mich bewegt -
für G schrieb ich: GEDICHTE.Es scheint, das Geschreibe -
über das ich erst lachte,
ist voller Bedeutung !
G'rad' weil ich nicht dachte? -
Bloß, dass was g'schrieb'n ist ! - Teil 2
@ 2007-06-12 – 15:25:39
Das Gedicht ist unvollendet
Buchstaben fehlen noch.
Für das L steht hier LIEBE.
Für sie LOHNT LEBEN doch.Was ich mir bei C vorgestellt,
das verrate ich nicht.
Für's E steht ENDLOS,
so lang wie dieses Gedicht!Das F steht weit vorne,
ich schrieb dafür: FRIEDEN.
Bei K jedoch KRIEG,
den hätt' ich lieber vermieden.Auf dies seltsame Gedicht
hat mich jemand gebracht.
Es war (fürs M) meine MUSE,
jeder hat's sich's gedacht.Die Muse soll keiner kennen,
UNBEKANNT muss sie bleiben.
Das steht für das U,
darf ihren Namen nicht schreiben.Für W schrieb ich WAHNSINN,
komm mir manchmal irre vor.
Dann schrieb ich auch noch
für das T das Wort TOR.Fürs S lese ich SCHREITEN,
gehst du mit mir Voran?
Für's J les' ich JA,
ich schrieb das spontan.QUELLE steht für das Q,
und für's R schrieb ich REGEN.
Das Eine würd' ohne das Andere
ganz kläglich versiegen.Für's Z schrieb ich ZUKUNFT
in der will ich selbst lenken.
Statt N steht NORMAL,
ist es noch so, mein Denken?Beim O steht da OPFER,
das will ich nicht sein,
anstelle P schrieb ich PREIS,
den kenn' nur ich allein.Für X steht noch XERXES,
ich sah wohl Blut und Schwert,
Bei Y les ich YIN und YANG
und weiß: Kampf ist nichts wert.Das war's, was ich kritzelte,
hatte dabei nichts überlegt.
Versucht es doch auch 'mal,
mich hat's ziemlich bewegt. -
ich denke - ich lebe
@ 2007-06-11 – 07:26:20
ich denke
dich
oder
sie
doch nie
ich ich denke
deins
vielleicht
ihres
doch nie
meins ich denke
ihr
manchmal
euch
doch nie
mir ich denke ich denke
ich
sogar
mich
aber auch
dich ich denke
wir
außerdem
uns
nicht nur
ihr ich denke
mein
jetzt noch
mir
trotzdem auch
dein ich lebe -
Reife Kirschen
@ 2007-05-31 – 14:57:54
So: Die Leiter lehnt am Kirschenbaum.
Die Kirschen, sie sind rot und prall.
Blühte der Baum nicht noch gerade eben?
Beginnt denn schon der Sommertraum?
Der Flieder duftete doch noch überall!
Wo ist denn nur die Zeit geblieben?Was tat ich wohl in all den Stunden?
Erinnere mich gut an manches Schöne!
Dass Früchte reiften, fiel mir doch nicht auf.
Hab in den Tagen so vieles empfunden!
Hörte schrille, doch auch leise Töne.
Und hab gewartet, aber worauf?Für den schönen Moment lebte ich.
Das Warten darauf ließ mich erblinden.
Die Augenblicke zogen ohne mich dahin.
Erst die reifen Kirschen ermahnten mich.
Es gilt das Leben dazwischen zu finden.
Jetzt will ich leben, sein wer ich bin.oder so:
Die Leiter lehnt am Kirschenbaum.
Beginnt denn schon der Sommertraum?
Die Kirschen, sie sind rot und prall
Der Flieder duftete doch noch überall!
Blühte der Baum nicht noch gerade eben?
Wo ist denn nur die Zeit geblieben?Was tat ich wohl in all den Stunden?
Hab in den Tagen so vieles empfunden!
Erinnere mich gut an manches Schöne!
Hörte schrille, doch auch leise Töne.
Dass Früchte reiften, fiel mir doch nicht auf.
Und hab gewartet, aber worauf?Für den schönen Moment lebte ich.
Erst die reifen Kirschen ermahnten mich.
Das Warten darauf ließ mich erblinden.
Es gilt das Leben dazwischen zu finden.
Die Augenblicke zogen ohne mich dahin.
Jetzt will ich leben, sein wer ich bin. -
Alles Gute zum Geburtstag
@ 2007-05-16 – 10:59:08
War gestern Regen noch und Sturm,
so blinzelt heute hell die Sonne.
Schau aus dem Fenster, freue dich!
Der Tag ist wahrlich eine Wonne.Es ist doch klar, es muss so sein,
denn dein Geburtstag ist ja heute!
Die Sonne will, genau wie ich,
dir bringen nichts als pure Freude!Sie glänzt heute besonders heiter,
will dich mit ihrem Schein begrüßen.
Dir Gutes tun, du hast es verdient,
sie möcht' dir deinen Tag versüßen.Und wenn du abends spürst den Wind,
so weht er nur, um dich zu streicheln.
Und sollt ein sanfter Regen fallen,
wollen die Tropfen dich umschmeicheln.Schau in die Welt, freu dich daran,
genieß die Zeit, lass dich verwöhnen.
Das Leben schickte dir die Sonne,
es möchte sich mit dir aussöhnen.Das Leben scheint, genau wie ich,
süchtig zu sein nach deinem Lachen.
Darum sollst du, besonders heut,
nur wirklich schöne Dinge machen.Ich wünsch dir alles nur erdenklich Gute.
Die Zukunft wird dein Eigen sein!
Vertraue dir selbst, sei wie du bist!
Und wisse, du bist nie mehr allein. -
Ich bin
@ 2007-05-10 – 08:29:54
Ich bin.
Mehr nicht.
Steh still
am Rand.Gedankenvolle
Schwere
plagt
den Verstand.
Die Stunden,
sie rinnen.
Ich nehm
sie nicht wahr.
Ein Gespinst
aus Sorgen
vermittelt
Gefahr.
Die Ängste
loszulassen
ist es
an der Zeit.
Ich kenne
die Macht
von Liebe,
von Wahrheit.
Die Sorgen,
die Ängste,
sie lösen
sich auf.Ich bin.
Im Leben.
Begleite
seinen Lauf. -
Vom Wesen der Liebe
@ 2007-05-09 – 11:22:20
es steht jedem frei hier zu lesen. auch DIR. lies die gedichte, lies die träume.wisse, liebe, liebe kennt keinen besitz, liebe lässt los, liebe verzichtet, liebe zwingt nicht, liebe fordert nicht, liebe ist freiheit.
wisse, wer liebt fühlt sich niemanden überlegen, wer liebt, stellt sich nicht über andere.
wisse, wer liebt ist demütig und demütigt andere nicht, wer liebt erwartet nichts, wer liebt verletzt nicht, wer liebt, lässt andere sein wie sie sind.
wisse, wer liebt, wer loslassen kann, wer nicht besitzen will, wer aus liebe handelt ist unbesiegbar.
wisse, liebe kann niemals erzwungen werden, liebe muss verdient werden durch respekt und ehrfurcht und achtung und würde.
wisse, liebe lässt sich nicht benutzen und nicht ausnutzen und nicht verwerten.
wisse, liebe ist die stärkste macht in der göttlichen gesamtheit.
wisse, liebe ist.erkenne das wesen der liebe, liebe dich selbst, finde deine zufriedenheit, finde dein glück, finde deine freiheit, finde gott.
-
Ich bin ver-rückt.
@ 2007-04-25 – 12:52:29
Hab mich ver-rückt.
In meine Mitte,
aus schwankendem Stand
auf festes Land.Hab mich ver-rückt.
In diesem Leben.
Hab einen Ort gefunden,
an dem heilen die Wunden.Hab mich ver-rückt.
An den richtigen Platz.
Ich habe erspürt,
wohin das Leben mich führt.Hab mich ver-rückt.
Mut zugelassen,
mich selbst hochgehoben,
vorwärts geschobenHab mich ver-rückt.
Nah zu dir hin.
Berühre dich sacht,
geb' auf dich acht.In bin ver-rückt.
An deine Seite,
von Zauber angezogen,
als wär' ich geflogen.Ich bin ver-rückt.
Steh nun auf festem Fels.
Von Liebe gehalten,
trotz ich allen Gewalten.Ich bin ver-rückt.
Zu Dir. -
Was ich grad denk?
@ 2007-04-23 – 12:59:02
Ich dachte nur:
Ich liebe dich.
Still in mich hinein
sprach ich.Hab's eigentlich
zu mir gesagt.
Nur jetzt zu dir,
weil du gefragt.Nein, ich dachte es
einfach nur so.
Weil, wenn ich’s denk,
macht es mich froh.Ja, weil's eben so ist
nehme ich an.
Du hast es mir
nämlich angetan.Nein, freilich
ist es mehr.
Nur "angetan" trifft's
nicht so sehr.Ja, selbstverständlich
liebe ich dich.
Ich sprach es halt
nur still in mich... -
Ein Frühlingsmorgen
@ 2007-04-17 – 15:09:37
Die Sonne schiebt mit schrägem Licht
den dunklen Nachtvorhang zur Seite.
Vom großen Strom der Nebel dicht
steigt in des lichten Himmels Weite.
Schließlich der heitere Tag erwacht
mit Flügelschlag hoch in dem Blauen.
Ein Schwanenpaar zieht mit Bedacht
dem Flusse zu und seinen Auen.
Das Gänseblümchen wiegt im Wind
begrüßt den Tag auf diese Weise.
Der Löwenzahn schickt geschwind
segelnden Samen auf die Reise.
Mit zarten Knospen wagt der Flieder
sich in des Morgens kühlen Dunst.
Die Drossel schmettert ihre Lieder
mit meisterhafter Sangeskunst.
Ich hör dem Tag beim Erwachen zu,
lieg auf der Wiesen grünem Tuch.
Schau die Natur, find' meine Ruh,
genieß des Frühlings Wohlgeruch. -
Morgendlicher Spaziergang
@ 2007-03-24 – 14:02:04
Stiller See,
Nebel fällt,
eingehüllt schläft die Welt.Hoher Hügel
übern Grau,
Sonne leckt den Morgentau.Helle Lichtung,
weiches Moos,
fühl deinen Kuss, zügellos.Sanfter Wind
streichelt Haut,
dich berührt, mich getraut.Zarte Lippen,
Formen prall,
bin verloren, keine Wahl.
Dunkle Augen,
Blicke brennen,
betörender Duft, erlöstes Sehnen.Kein Gedanke,
pures Gefühl,
siedendes Blut, sinnliches Spiel. -
Deine Macht
@ 2007-02-20 – 14:16:11
DU, sei dir deiner Macht bewusst.
Macht
die dir verliehen wird
von deiner
Güte
Nicht
weil du groß
und stark bist
Macht
die dir verliehen wird
von deiner
Reinheit
Nicht
weil du reich bist
Macht
die dir verliehen wird
von deiner
Aufrichtigkeit
nicht
weil du brutal und
gewalttätig bist
Macht
die dir verliehen wird
von deiner
Liebe
nicht
von einem Amt
oder einer Position.
DU, sei dir deiner Macht bewusst. -
Valentinstag
@ 2007-02-12 – 15:04:21
Ich schenke dir,
weil ich nichts anderes kann,
am heutigen Tage
nur diese kurzen Zeilen.Wärst du bei mir
käm ich gewiss mit Rosen an.
Allein, noch kann ich
nicht mit dir verweilen!Du bist so weit,
befindest dich im fernen Land.
Bleibt vorerst nur
an dich zu denken.......Doch schau,
was ich in diesem Herbste fand.
Kann dir also doch
noch Rosen schenken.Ich weiß genau,
als ich dies Bild gemacht,
empfand ich dich
ganz nah bei mir.Der Rose Schönheit,
die mich einstens angelacht,
verzauberte mich,
erblickte dich in ihr.So hoffe ich,
ich find dich heute frohen Mutes
und dir deiner
Anmut gänzlich bewusst.Ich sah dich
und in dir nur wahrhaft Gutes,
beseelt von Liebe, Güte
und ungeahnter Lebenslust. -
Neues Leben
@ 2007-02-08 – 12:31:07
Will
mich finden,
will
mich überwinden,
will
allein ich selber sein.
Will
nie mehr lügen,
will
nie mehr betrügen,
will
nie mehr leben nur den Schein.
Will
Freiheit spüren,
will
mich nie mehr verlieren,
will
entdecken wer ich wirklich bin.
Will
Liebe zulassen,
will
mich nie mehr hassen,
will
erforschen meines Lebens Sinn. -
Die Kälte weicht
@ 2007-01-23 – 21:47:49
Die Sonne sinkt im roten Schein,
frostiger Wind beißt ins Gesicht.
Schau in die Ferne, denk an dich,
spür die grimmige Kälte nicht.Schließ meine Augen, atme tief,
der Hauch gefriert in kalter Luft.
Seh dein Bild im eisigen Nebel,
erinner mich an deinen Duft.Du lebst so fern, bist doch in mir,
Frost deshalb seine Macht verliert.
Das Feuer, welches du entfacht,
taut auf das Eis, das um mich friert.
Mit Wärme, die du mir geschenkt,
trotze ich den kältesten Winden,
und weiß, im Sommer, der bald folgt,
werden wir zueinander finden. -
Ich kann nicht
@ 2007-01-17 – 06:50:04
kann
nicht wachen
nicht schlafen
nicht weinen
nicht lachenkann
nicht sehen
nicht hören
nicht bitten
nicht flehenkann
nicht stehen
nicht liegen
nicht rennen
nicht gehenkann
nicht riechen
nicht schmecken
nicht springen
nicht kriechenkann
nicht denken
nicht fühlen
nicht verletzen
nicht kränkenkann
nicht vergelten
nicht fordern
nicht toben
nicht scheltenkann
nicht schreien
nicht schweigen
nicht urteilen
nicht verzeihenkann
nicht freuen
nicht leiden
nicht sühnen
nicht bereuenkann
nichts
und doch schlägt mein Herz
lebe ich?
-
Ich hab Lust
@ 2006-12-18 – 10:39:46
Ich hab Lust.
Lust.
Lust auf dich.
Lust, meine Hände
auf deinen Körper zu legen.
Dort wo er rund ist
- bin ich verwegen?Ich hab Lust.
Lust.
Lust auf dich.
Lust dir tief
in die Augen zu schauen.
Gier zu entdecken,
- mich alles zu trauen!Ich hab Lust.
Lust.
Lust auf dich.
Lust, meine Lippen
auf deine zu drücken.
Deine Zunge zu spüren
- voller Entzücken!Ich hab Lust.
Lust.
Lust auf dich.
Lust dir Versautes
ins Ohr zu flüstern.
Spannung zu steigern
- hörst du es knistern?Ich hab Lust.
Lust.
Lust auf dich.
Lust, deinen Geschmack
zu entdecken,
dich zu trinken,
- an dir zu schlecken!Er hat Lust.
Lust.
Lust auf Sie.
Lust, ihre Wärme
um sich zu spüren,
in sie zu dringen
- sich in ihr zu verlieren! -
Stille
@ 2006-12-09 – 21:51:08
Heut ist der Wald
besonders still
- es scheint,
als würde er träumen;
hör nicht wie sonst
die Blätter rauschen -
nur Schweigen
in den BäumenKein Specht der klopft,
kein Vogel singt,
kein Laut
dringt an mein Ohr -
als ob die Stille
tief in mir
sich mit dem
Wald verschworEs ist, als würden
Wald und ich
in dem Schweigen
eines sein -
als sei ich Baum,
als sei Baum ich -
als wär ich auf
der Welt allein.In dieser Zeit,
ohne Laut,
schien mir die Erde
still zu stehen -
Sorgen, Not
und Leid in
dem Stillen
aufzugehen.Als dann ein sachter
Ton erklingt
- ein Vogel
zwitschert leise -
bin ich erneut in
dieser Welt -
zurück von meiner
inneren Reise -
Nachhall
@ 2006-12-08 – 00:44:31
schlaf bleibt
fern
puls schlägt im
hirn
leere hallt wie
glockenklang
wort tief in die seele
drang
musste lesen hab
gehört
gesprochenes in mir
vibriert
alles was ich dir
gesagt
kam von herzen
ungefragt
fühl keinen
schmerz
spür nur mein
herz
such ruhe
zu finden
damit gedanken
verschwinden
vergebens das
bemühen
kann doch nicht
fliehen
augen sollen
sehen
des lebens fülle
verstehen
sich auf die wahrheit
einlassen
die zeit nicht
verbrassen
gefängnismauern
sprengen
in die freiheit
drängen
leben kannst du
berühren
mit den händen
spüren
will es mit dir
erleben
lass uns danach
streben -
Gefunden
@ 2006-12-06 – 16:22:42
Liebe brennt
Sehnsucht sehnt
Gedanke denkt
Mich geschenkt
Auge sieht
Mund fleht
Hand spürt
Dir gehört
Wille lenkt
Traum schenkt
Glaube glaubt
Seele geraubt
Lippen küssen
Herzen wissen
Träne geweint
Sich vereint
Glück erlebt
Körper gebebt
Gemeinsam bereit
Eins zu Zweit
Uns gefunden
Sorgen verschwunden
Preis bezahlt
Kummer verhallt -
Die Königin
@ 2006-11-29 – 23:02:00
Einst wandelte ich durchs hohe Gras
als sie unvermittelt vor mir saß -die winzige Königin.
Noch viel kleiner als ein Fingerhut
doch voller Glanz und wahrer Anmut -herrscht sie in ihrer Welt.
Thron aus feinster Spinnenseide
Regendiamanten als Augenweide -erbaut von der Natur.
Goldner Fries schmückt ihr Haus
es scheint sie lebt in Saus und Braus -vollkommen sorgenfrei.
Ich zog mich schnell wieder zurück
sprachlos all die Pracht im Blick -wagte nicht zu stören.
Des Menschen Kunst, erkannte ich
erscheint doch mehr als kümmerlich -in Anbetracht des Lebens.
-
Verzeih mir
@ 2006-11-28 – 11:10:57
ich verletzte wen ich liebe
weiß nicht mal warum
wird nie mehr geschehen
war einfach nur dummhab schmerzen verursacht
möcht mich dafür schlagen
will auf knien darum bitten
es mit mir noch zu wagenhab gelernt für das leben
den fehler unendlich bereut
dass ich dich so gekränkt
hätt dich viel lieber erfreutbist der ehrlichste mensch
den ich jemals gekannt
bist wie ein wunder für mich
fühl, du bist mir gesandtmit dir kann ich wachsen
dir gehören will ich nur
bitte dich von ganzem herzen
hör auf meinen schwurschwör dir meine treue
auf ewig und für immer
will dir stetig dienen
dich kränken nie mehrfühl meine liebe für dich
reiß ab sämtliche mauern
sei mein, wie ich dein bin
wirst es niemals bedauern -
MORGEN
@ 2006-11-17 – 10:17:55
morgen ist die zeit
ist es endlich soweit
stählerne schwingen
mich zu dir bringen
traum wird erfüllt
sehnsucht gestillt
herzklopfen hören
treue schwören
voller entzücken
in augen blicken
miteinander spaßen
sich fallen lassen
endlich berühren
die liebe spüren
zärtlichkeit leben
körper beben
morgen ist die zeit
es ist endlich so weit -
Erster Schnee in zwei Sätzen
@ 2006-11-03 – 06:24:48
Der erste Schnee, er rieselt leise
auf eine wunderschöne Art und Weise,
vom Himmel auf die Erde nieder,
um dort, wie alle Jahre wieder
dahinzuschmelzen, genau wie ich,
als ich im Sommer traf auf dich,
dabei tief in deine Augen sah -
das was ich sah war wunderbar,
sodaß ich mich sofort verlor
und dir die ewige Treue schwor.Nun sitz ich hier und denk
.
an dieses herrliche Geschenk,
das ich durch dich erhalten habe
und bringe dir als meine Gabe,
dies kleine, komische Gedicht,
seh vor mir dabei dein Gesicht,
hoff, du kannst ein wenig lachen,
und denken an die schönen Sachen,
die in der Zukunft vor uns liegen,
sei dir gewiss, wir werden siegen -
Kleines Liebesgedicht
@ 2006-10-26 – 17:57:45
Flamme
tief im Innern brennt
will dich
berühren
spüren
Herz
sich nach dir sehntAuge
starrt an weiße Wand
will dich
sehen
verstehen
Haut
will fühlen deine HandKörper
laut nach deinem schreit
will dich
begehren
ehren
Traum
überwindet Raum und ZeitSehnsucht
einmal Erfüllung findet
will dich
lieben
leben
Liebe
uns aneinander bindetKummer
wird vergessen sein
will dich
wissen
küssen
Zukunft
gehört uns allein -
Alptraum
@ 2006-10-18 – 21:42:32
Schwerer Traum
lässt kaum atmen.
Alp sitzt auf der Brust.
Vergiftete Gedankenpfeile
jagen durchs Herz
in den Magen.
Stülpt sich
um.
Herz blutet.
Auf, auf, steh auf!
Schlaf wird unmöglich.
Verfluchter Verstand!
Du Folterknecht,
du Teufel.
Nutzt
verschlagen
den Schlaf für die
Attentate. Schlägst zu
in wehrloser Stunde.
Kämpft gemein
um den Sieg
über
Seele und Herz.
Doch trotz aller Arglist
währt dein Erfolg nur
Sekunden. Zu
unschlagbar
zu stark,
sind
Liebe
Glaube
Hoffnung.
Unbesiegbar.
Gift bleibt wirkungslos.
Wunden verheilen
ohne Narben.
Alp weicht.
Liebe ist. -
Die Wein-Schnecke
@ 2006-10-16 – 21:51:59
Am alten Rebstock hingen
die Trauben rund und prall,
der Herbst bot reiche Ernte,
der Korb war bereits voll. Als ich die letzte Traube
vom Stängel pflücken wollte,
sah ich die kleine Schnecke,
die sich ganz langsam trollte. Mit ihren gestielten Augen
sah sie arg traurig drein.
Da ließ ich die Traube hängen,
unreif schien sie mir zu sein. Die Schnecke aber freute sich,
ich glaub, sie lächelte leise.
Dass ich die saure Traube sah,
war, denk ich, äußerst weise.
-
Loss mer mei Ruh
@ 2006-10-12 – 07:06:48
Fränkisch für Anfänger - Fortsetzung.
Übersetzung gerne auf Bedarf.He du, du bist fei so a richticher Blödl
gehst mer aufm Geist, du dummer Dödl.
Nervst miech ständich die ganza Zeit,
wörchst in mir rum, machst mer ka Freid.Wos willst denn du überhaupst vo mier,
loss miech in Ruh, dess is allans mei Bier.
Iech mach ganz einfoch, wos iech ner will,
red mer bloß net nei und sei endli still.Dei Gschmarri ko iech grod nuch brauchn,
des konnst pfeilgrod in der Pfeifn rauchn.
Wos bildster du Depp denn dir auf amol ei,
maanst plötzli, du musst mei Gwissen sei?Na, mei Freind, auf diech hör iech gwiess net,
des geht blos miech wos o, is allans mei gfrett.
Leck miech am Orsch und halt dei Goschn,
miech intressirt dei Gwaaf net für an Groschn.Wost immer sogst, des is mir total wurscht,
obä etz hob iech erschtmol an gscheitn Durscht.
Geh, Wirt, bring mer nuch a Seidla her,
iech trinks auf dei Wohl auf an Zuch leer. -
Gedanke
@ 2006-10-03 – 13:06:27
Gedanke ist Wurm
kriecht dahin
in Sumpf und Morast
durch Schlamm und ModerGedanke ist Soldat
marschiert dahin
auf Straßen und Wegen
über Asphalt und SchotterGedanke ist Fisch
schwimmt dahin
in Seen und Meeren
durch Tiefe und WirbelGedanke ist Vogel
fliegt dahin
über Bäume und Berge
durch Sturm und NebelGedanke ist Quelle
sprudelt dahin
aus Erde und Fels
durch Wiese und Tal
Gedanke ist frei
existiert dahin
unvergänglich und immer
in dir und mir und im All -
Nächtliche Wanderung
@ 2006-10-02 – 22:17:55
Acht Schläge der Kirchturmuhr
durchdringen die Nacht,
unwirklich verstärkt
im stetigem,
lautlosem
Nieseln.Schirmlos streifend durch
leere, stille Straßen
auf Hügeln hoch
über der Stadt.Fahles Licht der Straßenlaternen
verzerrt durch nebligen
Regen, gespiegelt im
Nass des Asphalts.Der Lärm der, sich unter einer sanftorangen
Lichtglocke duckenden, Stadt zu
Füßen, produziert ein stetiges,
entferntes wasserfallartiges
Rauschen.Aus großen Fenstern vornehmer Häuser fallender,
warmer Glühbirnenschein, präsentiert
auf flackerndes, blaues
Bildschirmlicht
fest fixierte
Menschen.Durch spaltbreit geöffnete Lüftungen ziehende
Essensaromen vermischen sich mit
modrigfeuchtem Erdgeruch,
aufsteigend aus
gepflegten
Vorgärten.Gefühlte Einsamkeit erzeugt Sehnsucht nach Licht,
nach Wärme. Vorstellungen bewirken
Gedankenbilder voller Nähe,
Zärtlichkeit, Hingabe.Des nächtlichen Wanderers einsamer Weg
findet ein entfernes Ziel. Die Turmuhr
schlägt Stunde um Stunde.
Unweigerlich bricht der
Tag an, beendet
die Nacht.Sonne folgt Regen. Unaufhaltsam.
Immer. Jetzt oder später.
Aber immer. -
Entwicklung
@ 2006-09-28 – 07:53:10
Ich lebe
irgendein Leben
Ich liebe
irgendwem.
Ich bin
Irgendwer.Ich lebe
mein Leben.
Ich liebe
mich.
Ich bin
ich.Ich lebe
mein Leben.
Ich liebe
dich.
Ich bin
wir.Ich lebe.
Ich liebe.
Ich bin. -
Zeiten der Leere
@ 2006-09-28 – 07:23:37
Ohren nehmen
Geräusche wahr.
Nichts hörend.
Augen blicken
ins Unendliche.
Nichts sehend.
Im Einsamen
der Dunkelheit
zurückgezogen
ins Nirgendwo.
Die Schwärze
der Waldnacht
ist Kokon.
Der Körper
bloße Hülle.
Der Geist
versinkt
ins Nichts.
Zustandslos.
Im Vakuum
verharrend.
Ohne Sinn.
Ohne Zweck.
Ohne Ziel.
Bloßes Sein.
Pure Existenz
im Dunkel.
Der Stamm
der Eiche
gibt Halt.
Denken holt
zurück
in die Welt.
Gefühl erobert
das Sein.
Schmerz.
Leid.
Liebe.
Augen sehen
Schemen
im Dunkel.
Ohren hören
das Klagen
des Käuzchens.
Den Ruf
des Rehkitzes
nach der Mutter.
Liebe.
Herz schlägt
Liebe. -
Das dunkle Heer verliert
@ 2006-09-23 – 10:15:10
Daneben geschossen, nicht getroffen
Angst, sie hat verloren.
Das Heer ist geschlagen, davongelaufen,
Hoffnung neu geboren.Der Glaube gewonnen, ungebrochen,
Liebe triumphiert.
Mit glänzender Rüstung sich gestellt,
den Angriff abgewehrt.Heere zerbrechen an ihrer Größe,
sie ist die stärkste Macht.
Der Liebe vertraut, ganz hingegeben
sie gibt auf mich acht. -
Das dunkle Heer marschiert
@ 2006-09-23 – 07:49:26
Schlag in die Magengrube
plötzlich hellwach
aus dem Schlaf gerissen
alle Sinne wach
sehen, hören, riechen
wie gelähmt
es marschiert
das Gedankenheer
vom Hirn zum Magen
kann nichts tun
links rechts links rechts
eins zwei eins zwei
geht weg, lasst mich in frieden
will träumen
links rechts links rechts
die Kompanie der Angst
das Dunkle
Verlust
Einsamkeit
Entzug
links rechts links rechts
eins zwei eins zwei
geht weg
lasst mich träumen
links rechts links rechts
Zweifel
Verlassenheit
Eifersucht
links rechts links rechts
geht weg
will glauben
Kompanie HALT!
will lieben
Kompanie LINKS UM!
will hoffen
LEGT AN!
die Hoffnung stirbt zuletzt!
FEUER!
…… -
Freispiel in der Nacht
@ 2006-09-22 – 06:19:03
In der Schwärze
der Nacht
in der Einsamkeit
der Dunkelheit
halb Wach
halb Traum
halb Schlaf
Gedankenflipperkugeln
schießen durchs Gehirn
unbeobachtet
Ping Zing Tong Zong
Freispiel
weiter
immer weiter
neue Kugel
neues Spiel
Schlaf hat Erbarmen
holt zu sich
dann wieder
Gedanken
Worte
Satzfetzen
Bilder
Ping Zing Tong Zong
ein neues Spiel
doch die Nacht
endet
spuckt aus
speit hinaus
kotzt mich in den Tag
halt fest
will Augen nicht öffnen
will Gedankenflippern
doch Tag
reißt mich
aus dem Schlund
der Nacht
unbarmherzig
gnadenlos
ein neuer Tag
wartet auf die Nacht
auf Dunkelheit
auf Einsamkeit
auf Gedankenflipperkugeln
Ping Zing Tong Zong
Freispiel -
Zu Weit
@ 2006-09-21 – 10:51:27
Du, wenn ich manchmal zu weit geh -
oder dich 'mal nicht versteh,
weil du Frau bist und ich Mann
und ich Frau nicht ergründen kann -
dann sag's mir bitte deutlich und laut,
auch wenn ich bin mal zu versaut.
Stoß mich drauf mit meiner Nase
bevor ich zerbrech' die schöne Vase -
die, randvoll mit deiner Güte
gabst du mir, damit ich sie hüte.
Vasen, die durch Bruch gelitten
kann man kleben oder kitten,
doch die Sprünge sieht man sehr -
schön anzuschauen sind's nicht mehr
drum ist es besser, du sagst's mir früh
damit ich mir gebe besondere Müh -
Mein Herz klopft laut
@ 2006-09-20 – 14:00:13
mein Herz klopft laut
weiß nicht genau warum
hab heut viel erfahren
macht mich traurig und stumm
ich sah wieder vor mir
was vor langer Zeit geschehen
hab genau vor Augen
was ich damals gesehen
hatte die Gewalt gespürt
ohne dass Hände schlugen
hatte Augen gesehen
die Furcht in sich trugen
hatte mich schuldig gefühlt
ich war es nicht
ich konnte nichts tun,
dachte es wäre meine Pflicht
fühl immer noch Schuld
ich kann nichts dafür
ich hadere deshalb
oft heut noch mit mir
kann absolut nicht ertragen
wenn Kinder Gram sehn
weiß sicher wie sie fühlen
Zwang genau verstehen
mein Herz klopft laut
weiß genau warum
hab heut viel erfahren
macht mich traurig nicht stumm
schreib deshalb diese Zeilen
dass es alle verstehen
damit alle wissen
Kinder fühlen mehr als sie sehen -
Ich liebe dich
@ 2006-09-18 – 11:01:54
möchte jetzt so gern alleine sein
und mich zu dir denken
die augen schließen, fallen lassen,
tief in einen traum versenken
tragen lassen von der sehnsucht
nah, ganz nah zu dir
dich in meiner phantasie berühren
nachzugeben meiner gier
ich sehn mich so nach der erfüllung
die ich nur mit dir verspür
nach deinen lippen, deinem mund
sehn mich einfach nur nach dir
möchte so gern in deine augen sehn,
deinen körper zart berühren
wünscht, ich könnte dich verwöhnen
dich ganz liebevoll verführen.
mich mit dir vereinen, in dich dringen
lust erleben mit aller macht
möchte nichts mehr als dies träumen
jetzt und immer in der nacht
nein, ich möchte es auch erleben
irgendwann wird’s soweit sein
ich will beharrlich danach streben
fühl mich ohne dich allein. -
Indianer
@ 2006-09-15 – 04:21:06
Wandere durch den Wald, fühl große Einsamkeit,
höre Kinderlachen hallen, vergesse alle Zeit.
Träum mich zum Indianer, schleich durchs Unterholz,
reich Winnetou die Hand, fühl mich voller Stolz.Als letzter Mohikaner kämpf ich mit dem Feind.
Er ist ein großer Krieger, hat noch nie geweint.
Ein Pfeil schnellt von der Sehne, fliegt ins Ziel,
Häuptling kleiner Büffel trifft immer was er will.Der Wald ist voll Erinnerung, das Kind so nah,
der Baum auf den ich kletterte, er steht noch da.
Ist gewachsen, groß geworden, trotzt dem Wind,
die Äste wachsen höher, zu hoch für ein Kind.Ich muss jetzt erwachsen sein, stark wie der Baum,
Das Leben ist weder Kinderspiel noch ein Traum.
Ich weiß, den letzten Mohikaner wird es immer geben,
solange Kinder lachen können, schafft er zu überleben. -
Die Baamä
@ 2006-09-13 – 10:25:46
Fränkisch für Anfänger.
Bei Bedarf liefere ich die Übersetzung ins Deutsche...
Ich hock in der dunkln Stubm,
des Herz a anzige Mördergrubm.
Däbei hob iech gar nix gmacht,
ausser dass iech mi selbä veracht.Iech ko mi überhaupst net leidn,
würd mi am liebstn selber meidn.
Iech geh mir ganz schö aufm Senkel,
ziech o mein Ohr wie oan Henkel.Aua, dess hot fei gscheit weh getoan,
etz hätt iech fast mei Ohr verloarn.
Obä iech bi wengstens aufgäwacht,
Iech schau naus, die Sunna lacht.Hoch mitm Oarsch, naus mit dir,
nei nein Woald, dess gönn iech mir.
Die Baamä senn mei bestn Freind,
di gem a Ruah, do gibts ka Feind.Die wölln nix, hörn einfoch zu,
senn ganz still, iech hob mei Ruh.
Iech ko denkn bloß wos iech moch,
die Baamä spüln mei Seel alla dooch.Iech loss mi vo die Baamä waschn,
und schüttel alla Brösl aus dä Taschn.
Wenn iech vom Woald wiedä kumm,
donn is mei Lebm nimma krumm.Iech ko wieda grod noch vorna denkn,
mei eigens Gschick allans selbä lenkn.
Ihr liebn Baam, iech dank euch mit Freid
seid allawell do, wenn mei Seele leid. -
Die Träne
@ 2006-09-13 – 02:19:04
Ich sitze bei der Weide, der Fluss rauscht zu meinen Füßen,
ich denke nichts, ich bin nur da, da spür ich eine Träne fließen.Der alte Baum hat viel gesehen, jetzt sieht er meine Träne,
ich schweige, erzähl ihm stumm, dass ich mich so sehr sehne.Die Träne, sie fällt in den Fluss, er reißt sie mit sich fort,
auf eine wahrlich lange Reise - an einen namenlosen Ort.Der Fluss, er fließt nach Süden, ins weit entfernte Meer,
die Träne, wenn dort angekommen, ist keine Träne mehr.Die Zeit, die dann verronnen, die Sehnsucht sterben lässt
und die Geduld mir schenkt, was ich so lange vermisst.Ich kehr zurück zu dem alten Baum, setze mich an den Fluss,
hör wie die Weide still erzählt: es kommt, wie’s kommen muss. -
Der Friseurbesuch
@ 2006-09-11 – 19:31:11
Waschen, schneiden, kämmen hab ich gesagt,
„Keine Strähnchen?“ hat der Coiffeur gefragt,
Rot-blond käme gut zur Geltung hat er gemeint,
Das würde auch gut passen zu meinen Teint,
Und außerdem läge es wohl voll im Trend,
„Na gut“, sprach ich, „das hab ich wohl verpennt.“
Und hab mich überreden lassen, ich dummer Tor!
Gott sei dank ließ ich die Dauerwelle außen vor.
Das hätte den Fass den Boden ausgeschlagen.
An der Frisur hab ich bereits genug zu tragen.
Da hilft mir nur noch, mich einzurollen,
bis dass die Gaffer sich wieder trollen… -
Die Natter
@ 2006-09-10 – 23:41:36
Ich schlenderte durchs weiche Moos, versunken tief in mir,
Da hörte ich die Natter zischen: „Mein Freund, wie geht es dir?“Sie sah mich an mit klugen Augen, die Weißheit tief im Blick,
sie schaute weit in meine Seele, erkannte mein Geschick.Ich sprach: „Ach, liebe Natter, bin doch nur ein wenig traurig,
weil manches Mal das Leben - es ist doch wahrlich schaurig.Denn was der Mensch besitzt, das möchte er oft gar nicht haben
Dafür meint er häufig, er müsse sich am fremden Tische laben.“„Ja, ja, der Mensch“, begann das Tier zu philosophieren,
„schon lange gab ich es auf, den Menschen zu studieren.Ich habe nie herausgefunden, was die Menschen wollen.
Geschweige denn, welchen Zweck sie hier erfüllen sollen.Die Natur kann gut auf sie verzichten und auch die Mutter Erde.
Ich fand den Sinn des Menschen nicht, so sehr ich’s auch begehrte“Dann schwieg die Natter, dachte nach und ich blieb auch betroffen still.
Leise schwor ich mir zu finden, was Gott wohl mit uns Menschen will… -
Vollmond
@ 2006-09-06 – 23:35:45
Voller Mond am Himmel steht,
Gedanke in die Ferne zieht,
die Nacht ist hell und mild.Wein im Glas ist schwer und rot,
Sehnsucht heißt der Seele Not,
das Herz schlägt schnell und wild.Schlaf empfängt die Menschen sacht,
nur ich bin wach, lausch in die Nacht,
als könnte ich dich hör’n.Der Stille Pein so gnadenlos,
bist du erst hier so will ich bloß
dir meine Liebe schwör'n. -
Leere
@ 2006-09-05 – 11:05:54
die leere breitet sich aus wie ein steppenbrand.
die kühle der wüste, sie schützt den verstand
ich kann nichts sein außer purer hülle,
würde sonst ertrinken an der gefühle fülle.was immer morgen ist, es zählt das überleben.
nichts mehr als nur sein, will ich erstreben.
will also nicht fühlen, nur noch denken,
pure existenz hat kein herz zu verschenken.über blauesten himmel die wolke rasch zieht,
der wind rauscht mit blättern ein lied.
ich sehe, ich höre, weiß doch nicht, wer ich bin.
mit denken alleine, finde ich keinen sinn.doch das herz ist versteckt, dass es weiter lebt,
damit die verzweiflung es nicht besiegt.
nur gedanken bestehen geschützt im leeren,
lassen hoffnung zu, geduldiges existieren. -
Liebe
@ 2006-09-05 – 01:25:58
Liebe ist
der Tropfen, beharrlich seinen Weg sich bahnt
Liebe ist
das Feuer, heiß so manches Herz verbrannt
Liebe ist
das Moor, ewig festhaltend, niemand entrinnt
Liebe ist
der Fels, unerschütterlich trotzt dem Wind
Liebe ist
der Orkan, wirbelt hoch durch die Lüfte
Liebe ist
die Rose, betörend verführen ihre Düfte
Liebe ist
der Strom, seine Wasser reißen alles fort
Liebe ist
der Gipfel, geheimnisvoller höchster OrtLiebe ist
der Mut, mit dem du deine Angst besiegst
Liebe ist
das Kind, das du in den Armen wiegst
Liebe ist
die Kraft, mit der du für sie streitest
Liebe ist
die Macht, mit der du sie verbreitestLiebe ist
das einzige das wirklich zählt
Liebe ist
was die Welt am Leben hältLiebe
siegt für dich und mich
Liebe
das bist du und ich -
Der Apfelbaum
@ 2006-09-01 – 04:34:40
Dem Apfelbaum erzählt' ich leise
dass ich erst jetzt die Liebe kenn.
er sprach kein Wort, er schwieg nur weise
er hört', wie sehr ich mich nach dir sehn.
Im Sommer wird er Äpfel tragen,
im Winter ohne Blätter steh'n.
Ich weiß, er wird nichts weitersagen
wie viele Tage auch noch vergeh'n
Bis das Geheimnis keins mehr ist
und alle Welt von unserer Liebe weiß
Dann, wenn du endlich bei mir bist,
werd's ich dem Baum erzählen – leis'... -
Die Raupe
@ 2006-08-30 – 21:13:49
Ich hielt 'nen Apfel in der Hand und wollt ihn mir grad schmecken lassen
da hörte ich ein feines Stimmchen: "Halt ein, das ist wohl nicht zu fassen!"" Du wirst doch nicht mein Haus aufessen? Es gibt so viele Äpfel hier!
Beiß bloß nicht in meine Bleibe, sonst werd ich bös - garantier ich dir!"Ich ließ vor Schreck den Apfel fallen und er fiel gottlob ins weiche Gras,
da tönt die Stimme schon wieder deutlich: "Pass bloß auf, sonst setzt es was!"Erst dann schaut' ich genauer hin und sah ein winziges Raupchen krabbeln,
es kroch in Richtung seines Heimes, dabei hört' ich's ständig zornig brabbeln.Was blieb mir anderes übrig - reumütig sucht' ich mir einen anderen Bissen
Doch klopf ich ab jetzt vorher an - ob er bewohnt, man kann ja nie wissen.
-
Geheimnis
@ 2006-08-30 – 20:04:21
im geheimen verschworen
uns aneinander verloren
sich heimlich versprochen
alle gesetze gebrochen
wir gehören zusammen
herzen in flammen
gegen sitten verstoßen
gefühle wild tosen
seelen die geweint
durch schwur vereint
weil liebe verbunden
werden seelen gesunden
niemand wird sehen
was verborgen geschehen
das geheimnis bewahren
keiner darfs erfahren
zeit wird reifen
alle werden begreifendu und ich sind ein paar
weil es schon immer so war -
Dein Weg
@ 2006-08-29 – 11:52:15
Ungewisse Düsternis, Gefahren lauern,
der Anblick des Weges lässt dich erschauern.Käuzchen rufen, knacken im Holz,
du willst umkehren, du vergisst deinen StolzGrausiges Dunkel, rauschender Wind.
dein Herz erzittert, die Augen tränenblind.Wolken ziehen, Mondlicht scheint heiter,
dein Mut kehrt zurück, bald ziehst du weiter.Sterne funkeln, beleuchten den Weg,
du gehst deine Schritte, du willst den Sieg.Dunkles verliert Schrecken, Pfad liegt im Schein
Du erreichst dein Ziel, das Leben ist dein. -
Blüte der Nacht
@ 2006-08-26 – 11:09:38
Als alle anderen schliefen, bin ich aufgewacht.
Ich konnte nicht träumen, hörte die Stille der Nacht.Die Sehnsucht in mir ließ mich vergessen die Zeit.
Ich war voller Unruhe, wanderte durch die Dunkelheit.Begab mich auf die Suche nach der Blume nächtlichen Blüte.
Ich konnte sie nicht finden, so sehr ich mich auch mühte.Ich gab nicht auf mich acht, irrte nichts sehend umher.
Ich stolperte, ich fiel, lag im Staub, fror so sehr.Die Nacht wich dem Hellen, der Tag holte mich ein.
Ich erhob mich, ging des Weges und lebte den Schein.Doch der Zauber der Blüte, er hält mich gefangen.
Ich harre der Nacht, will sie suchen, will nicht bangen.Egal ob ich falle, im Staub liege, ob Ängste mich drücken.
Ich will die Blüte besitzen, beschützen, will sie nie pflücken. -
Herr Heuschreck und die Zeit
@ 2006-08-23 – 18:29:03
Ich wanderte so vor mich hin und wäre fasst auf ihn getreten -
ein Grashüpfer saß vor mir im Gras. Ich sagte zu ihm (etwas betreten):"Entschuldigung, sie sind so klein, ich hab sie grad fast übersehen !
Ich hoff von ganzem Herzen, ihnen ist weiter nichts geschehen?"Herr Heuschreck meinte: "Kein Problem , das kann schon mal passieren
Große übersehen mich oft, wenn sie durch meine Wiese marschieren".Er sprach dann noch vom Wetter und von der wunderbaren Sonne
Die schönste Jahreszeit, der Sommer, er sei schon eine Wonne.Das Leben sei halt nur so kurz, das müsse man unbedingt genießen,
drum häng er heut nur so rum, und sähe dem Grase zu beim Sprießen.Ich legte mich zu ihm ins Gras und versuchte das Sprießen zu erspähen
Doch merkt ich nach ein paar Minuten, dass unsere Uhren anders gehen.Denn während ich rein gar nix sah, geschweige denn bemerkte,
Freund Hüpfer immerzu von des Sprießens Tempo schwärmte.So ging ich dann, tief in Gedanken, was Zeit tatsächlich bedeute
Und denke noch und komm nicht drauf, drum's Denken schon bereute.
-
DU
@ 2006-08-22 – 13:39:09
Mandelaugen braun und grün
geheimnisvoll, wunderschön.
Blicke in die Tiefe geh'n,
mich direkt in der Seele berühr'n.
Klugheit aus den Augen blitzt,
fühl die Wärme, die du besitzt.
Weiche Lippen, zarte Haut,
Stimme scheint so sehr vertraut.
Vollendeter Mund, der mich verführt,
Zunge tief in mir gespürt.Busen, wie im Traum geseh'n,
konnt' der Anmut nicht widersteh'n.Der Schönheit verfallen für alle Zeit,
verloren die Seele auf Ewigkeit.Will lieben, dein sein, dich besitzen,
.
Geliebter sein, dich beschützenDas Leben soll uns beiden gehören,
Treue für immer will ich dir schwören. -
Gier
@ 2006-08-21 – 15:17:24
Wortloses Begehren, nicht zu beschreiben,
eine wahnsinnig brennende Gier.
Mit heißem Glied in dir zu bleiben,
nichts anderes kann ich denken mehr.Sucht, vollkommene Lust zu bereiten,
deinen Körper sich winden zu seh'n.
Gemeinsam über Grenzen schreiten,
vulgäres zuflüstern, Liebe gesteh'n.Geilheit zulassen, in dich zu dringen,
mit Zunge und Finger und meinem Schwanz.
Dich zur höchsten Ekstase zu bringen,
mit dir zu wirbeln im lüsternen Tanz.Körper spüren, Lippen schmecken,
dich zu liebkosen voll Leidenschaft.
Mit meiner Zunge Begierden wecken,
maßloses Verlangen nach deinem Saft.Lippen schwellen, Anus fordert,
spritzender Samen, sich krümmender Leib.
wollüst'ge Finger, Unzucht lodert
ich nur Mann und du nur Weib.Eins in Liebe und in Begehren,
zügellos wälzen im Liebesnest.
Alles gescheh'n lassen, sich nicht wehren,
verschmolzen feiern der Liebe Fest -
Dein Leben
@ 2006-08-21 – 08:13:14
Wind im Haar
Fern der Blick.
Allein Du lenkst
dein Geschick.Schmerz gefühlt,
Leid, auch Glück.
Zukunft lebt,
schau nicht zurück.Leb dein Leben
du allein.
Niemand darf
Gebieter sein.Sei ganz du
so wunderbar,
find den Weg
erblick ihn klar.Sieh den Berg
fühle Macht,
fliege hoch
gib auf dich acht.Folg dem Adler
hoch hinauf,
schau den Fluss -
des Lebens Lauf.Flüsse münden
alle im Meer,
werden eins,
wie du mit mir. -
Herzbeben
@ 2006-08-15 – 09:12:58
Das Klopfen des Herzens dröhnt im Gehirn,
die Seele erbebt, Gedanken entflieh'n.Sie schweifen hinaus, sie denken nur dich,
mein Herz möchte folgen, ist gefesselt an mich.So laut es auch klopft, es schlägt nur in mir,
doch hoffend, sein Hämmern dringt bis zu Dir.Egal was du tust, wo du bist, wo du lebst,
es möcht', dass du unter seinem Klopfen erbebstSpüre das Beben, das dich durchdringt,
fühle die Liebe, die es mit sich bringt.Seit ich dich gehört, seit ich dich geseh'n,
kann ich meinem Herzen nicht mehr entflieh'nEs hat nur noch den Zweck für dich zu schlagen
und so all meine Liebe zu dir zu tragen.Ich lieb dich so sehr, weil du bist, wie du bist,
hab dich mein Leben lang unglaublich vermisst.Ich hoffte, ich ahnte, dass es dich irgendwo gibt,
so wie du bist, hab ich dich schon immer geliebt.Mein Herz hat gefunden, gibt dich nicht mehr her,
denn es weiß, ohne dich ist mein Leben nur leer.Folg' Du dem Klopfen, dem heimlichen Beben
und hör auf dein Herz, lebe dein eigenes Leben.Die Beben sind gleich, dein Herz klopft wie meines,
wir gehören zusammen, wir sind zu zweit eines.Sehn mich dich zu spüren, möchte ganz in dir sein,
zusammen erbeben, nur mit dir, mit dir allein. -
Regen
@ 2006-08-14 – 19:13:48
Wolken hoch, Wolken grau,
wandern durch des Himmels Blau.Regenschwanger ziehen sie träge
vom Wind geschoben ihrer Wege.Dunkle Wolken gebären Regen,
senden der Schöpfung ihren SegenLuft wird wieder rein und klar,
Farben leuchten wunderbar.Nässe spiegelt Neonschein,
zaubert Glanz auf feuchten Stein.Tropfen über Dächer springen,
Dachrinnen zum Tönen bringen.Kinder stapfen durch die Pfützen
Wasser rinnt von bunten MützenMütter unter Schirmen schwätzen
sich am Kinderspiel ergötzen -
Du
@ 2006-08-13 – 12:52:13
Dich zu denken bin ich geboren,
dich zu denken füllt mich aus.
Fühl mich ohne dich verloren,
fühl mich nur bei dir zuhaus'.Dich zu denken, weil ich liebe,
dich zu denken pures Glück.
Fühl mich so, als ob ich schwebe,
fühle, wie ich ohne dich erstick.Dich zu denken ist wie frei sein,
dich zu denken nichts als Gier.
Fühle so, als wärst du nur mein,
fühle, du gehörst zu mir. -
Zeit
@ 2006-08-11 – 08:51:58
Ach, wenn ich nur an der Zeit drehen könnte,
den Augenblick festhalten,
den Moment einfrieren.Verharren im Jetzt.
Dein Lächeln vor Augen,
das Glück im Herzen.Doch gnadenlos tickt der Zeiger,
zeigt verstreichende Sekunden,
reißt weg, löst auf.Trennt, entfernt, altert.
Rücksichtslos, brutal, schmerzhaft.Ein Schrei flieht ins Nichts,
löst sich auf,
als wäre er nie gewesen.Es bleibt Erinnerung,
verblassende Gedankenbilder,
verdichtender Nebel, stille Tränen.Doch existieren
Hoffnung, Wünsche,
Träume, Ziele.Zukunft wird.
Ach, wenn ich nur an der Zeit drehen könnte!
Mögliches schon heute wäre.
Träume erfüllt.
Ziele erreicht. -
Keine Worte
@ 2006-08-11 – 06:57:58
Wie gerne würde ich beschreiben
was du alles für mich bist,
doch lasse ich es lieber bleiben,
allein Worte wären zu trist.Denn Worte können nicht erklären
wie tief ich für dich fühl,
ob Liebe, Lust oder Begehren
alle Worte viel zu kühl.And're schufen solche Worte
sie wussten von dir nichts,
and're kennen nicht die Orte
in mir, jenseits des Lichts.Denn herrscht selbst völl'ge Dunkelheit
ganz tief in meiner Seele,
dein Licht ist stets für mich bereit
dass ich mich nicht mehr quäle.Nein, Worte wird's dafür nie geben
was dein Sein für mich bedeutet.
Darum will ich jetzt nicht weiter streben
die Zeit wäre vergeudet.Darum, Geliebte, schau mich an
in meine Augen, in meine Seele,
du weißt, Worte wären nur vertan
wenn du sie siehst, meine Gefühle. -
Im Traum
@ 2006-08-10 – 12:04:51
Sterngefunkel, Mondlaterne, leiser Wind trägt Flüsterwort
Dunkle Augen, Traumgedanken fliegen an einen anderen Ort.Fantasien, geheime Wünsche geleiten durchs weite Sternenzelt
wispern, murmeln, singen sachte Märchen aus der fremden Welt.Hochgehoben, schwerelos, schwebend über Tal und Hügel,
auf des Traumes Rosses reitend, lass ich fallen alle Zügel.Geb mich hin, lass mich los, Ängste weichen dem Vertrauen,
Ross und Reiter fest verbunden, jagen über Himmelsauen.Himmelspferd galoppiert, Funken schlagend unter Hufen
Mähne flattert, Höllenritt, Sehnsüchte waren's, die mich gerufen.Augen leuchten, heisere Rufe, wohin führt uns dieser Traum ?
Nüstern dampfen, Hufe wirbeln, es gibt weder Zeit noch Raum -
Mein Kind
@ 2006-08-07 – 13:17:16
Versunken in die eigene Welt -
kriech tief in mich hinein.
Such's Kind, das mir erzählt:
Lass los den Schmerz, die Pein.Ich weiß, dies Kind, es existiert -
hab es nur tief verborgen.
Ich spür, wie sehr dies Kind begehrt
zu lindern meine Sorgen.Dies Kind, das war ich selbst gewesen,
vor ewig langen Jahren.
War sorglos, frei, bin gleich genesen
wenn Schmerz ich musst erfahrenDies Kind vergrub ich immer mehr -
in meiner Seele tief.
Fühlt' manchmal mich deshalb so leer,
weil's Kind ich nicht mehr rief.Ich plagte mich, wollt nicht gesunden,
so spürt' ich noch das Leben.
Wenn's Kind ich hab in mir gefunden
wird's mir gewiss vergeben.Wie freu ich mich aufs Kinderspiel,
wenn ich erst hab's entdeckt,
versprech', mir wird's nie mehr zuviel,
hat's mich erst aufgeweckt.So bin ich nun ganz tief in mir,
hör's Kindchen schon laut lachen.
Gedulde dich, bin bald bei dir,
Lass steigen mit dir Drachen.... -
Das Spinnentier
@ 2006-08-04 – 11:58:41
Als ich das kleine Tierchen fragte, ob es mir nicht als Model diene
war's hoch erfreut und fabrizierte gleich diese wunderhübsche Miene.
Die Spinne hat sich dann erkundigt, warum's vielen Menschen vor ihr graut
und das (ihrer Meinung nach) nur, weil sie durch sechs Augen schaut.Ich hab dem Spinnchen d'raufhin erklärt, dass es die Leute wohl auch hassen,
sich blitzschnell von ihr als Beute in dünne Fäden einspinnen zu lassen.
Da hat die Spinn gelacht und meinte, ob ICH vielleicht ein wenig spinne?
Dazu wär sie doch viel zu klein, wie das denn funktionieren könne ?Die Menschen seien wohl recht komisch, weil ihre Schönheit sie nicht sähen.
So große Tiere müssten dumm sein, wenn sie bei ihrem Anblick fliehen.
Da fiel mir keine Antwort ein, es war wohl richtig, was sie sagte.
So sprach ich "Danke", ging davon, froh, dass sie mich nichts mehr fragte. -
Der Regen
@ 2006-08-02 – 13:32:29
Der Himmel ist bemalt mit grauen und weißen
hochtürmenden Wolken.
Die Dunkelgrauen überholen in großer Eile
die hellen Weißen unterhalb.
Noch führen sie die Nässe mit, halten ihre Ladung fest, es scheint,
sie suchen ein genaues Ziel für ihre lebensnährende Fracht.
Durch die herrschende Stille tönt jedes Geräusch
in der wartenden Landschaft doppelt laut.
Das Geschrei der Gänse im Dorfweiher
schmerzt nahezu in den Ohren.
Aus der Küche eines entfernten Hauses, welches sich
sonst im üblichen Tageslärm auflöst,
ist sogar das Geklapper von Geschirr zu hören.
Der Abend naht, im Dämmerlicht zuckt in der Ferne ein Blitz,
jedoch bleibt es ruhig, kein Donner dringt ans Ohr.
Erwartungsgemäß, und doch überraschend
prasselt unvermittelt das Nass aus dem dunklen Grau.
Kein Windhauch versucht die Regenschnüreaus ihrer vollendet senkrechten Bahn zu drängen.
Das Aluminiumdach der Nachbargarage
dient den Tropfen als Schlagzeug,
die Kupferdachrinne als Glockenspiel.
Das Plätschern im Fallrohr der Rinne ähnelt Vogelgezwitscher,
das Aluminiumschlagzeug erzeugt einen unregelmäßigen Takt.
Ein durchnässter Spatz versteckt sich
unter den großen Blättern der Säulenkirsche,
schüttelt entrüstet sein Gefieder,
sodass feine Tröpfchen davon stieben,
als hätte sich der Spatz in ein Gewand aus Nebel gehüllt.
Das Stakkato der Tropfen auf dem Aluminiumdach steigert sich,
wird intensiver, die Wucht der Tropfen stärker.
Das Schlagzeug erzeugt nur noch lautes blechernes Scheppern,
das Gezwitscher des Fallrohres
ist einem eintönigen Rauschen gewichen,
welches sich mit dem Lärm des Blechdaches zu nichts weiter
als einem lauten Spektakel vermischt.
Eine einsame Taube sucht mit schnellen Flügelschlägen Unterschlupf.
hr Vermögen, sich trotz des dichten Bombardements
aus Wassertropfen in der Luft zu halten
scheint wie ein Wunder.
Das Grau des Vogels verschmilzt mit dem sich zwischenzeitlich
im einheitlichem Dunkelgrau präsentierenden Himmel.
Der Regen lässt nach,
das heftig lärmende Rauschen verwandelt sich erneut
in ein Konzert aus tönender Dachrinne
und taktfester Blechdachtrommel.
Tropfende Straßenlaternen verbreiten inzwischen ein
von Pfützen reflektiertes unwirkliches Licht.
Die gleichmäßige Rhythmik wirkt ermüdend,
feuchte Kühle erzeugt Sehnsucht nach kuscheligen Bettdecken.
Durch spaltbreit geöffnete Fenster tönt anhaltend
das schläfrige Lied des Regens.
Es ist Zeit zu träumen. -
Leerer Kopf
@ 2006-08-01 – 06:08:04
Mein Kopf ist ganz leer
und überdies schwer
fühl' keine Kunst
Durchs Fenster ich schau
zum Himmelsblau
seh nur weißen Dunst
Die Augen todmüd'
es schmerzt jedes Glied
ich find keinen Reim
Was mir jetzt fehlt
ich sag's unverhehlt
bist du ganz allein'
Könnt' ich dich sehn
oder auch nur hör'n
es würd mich aufbau'n
Doch hab ich ja hier
ein Foto von dir
will's gleich anschau'n
Schon geht’s mir gut
fass wieder Mut
dein Bild wirkt Wunder
Sonne scheint neu
Blau ist dunstfrei
kann reimen putzmunter -
Sonntagmorgen
@ 2006-07-30 – 08:59:47
War es das Krächzen des Raben oder der Gesang der Amsel ?
Vielleicht gar der Kuckuck, der sein eintöniges Lied aus dem Wald ruft ?
Jedenfalls wach.Sanftschräges Sonntagmorgenlicht drängt
sich zwischen Vorhangspalten ins Zimmer.
Staub tanzt in hellscheinenden Strahlen.Zum Konzert von Raben und Amsel, den Kuckuck als Taktgeber nutzend,
gesellt sich das Gurren einer wilden Taube.
Ein Quartett voll melodischer DisharmonieKühler leichter Morgenwind bauscht Chiffon zu Segeln,
den Geruch des Sommermorgens ins Innere transportierendGlockengeläute aus der Ferne ruft Menschen in Kirchen.
Überall in den Häuser das gleiche Ritual:
Krawatten werden gebunden, Röcke zurechtgezupft.Ich aber drehe mich noch einmal um,
das verhaltene Konzert in der Ruhe das Morgens genießend.
Meine suchende Hand greift ins Leere.Ein neues Geräusch macht sich im Raum breit.
Das Blubbern der Kaffeemaschine ist unüberhörbar
"Kommst Du? Kaffee !" -
Bier oder Wein
@ 2006-07-28 – 12:11:26
Was trink ich jetzt, Bier oder Wein ?
Eins von Beiden sollt es sein.Entscheide mich für 'n Trunk aus Trauben
- und steh schon wieder vor einer Wahl:
Rot oder weiß, was für 'ne Qual.Na gut, den Roten werd ich trinken,
bis mir die weißen Mäuse winken.Was seh' ich da, da hat doch einer
schon aus der Flasche was gesoffen
- steht im Regal und ist bereits offen.Einerlei, zwei Schoppen sind noch drin
und ich brauch nicht den Korken zieh'n.Jetzt müsst' ich nur noch ein Glas finden.
Entdecke keins, wo ich auch schau
- trink aus der Pulle, bin ja schlau.Ich seh den Boden, die Flasche ist leer,
jetzt fällt mir plötzlich das Reimen so schwerIch hoff', der Wein war nicht verdorben.
Ich bin so müd', ich leg mich hin
und träum davon, dass ich ein Dichter bin. -
Hitze der Nacht
@ 2006-07-27 – 12:40:38
Nacht bereitet Dunkelheit
Auszuruhen an der Zeit
Letzter Zug, das Glas gelehrt
immer noch Durst verspürt.Feuer tief im Körper lodert
Männlichkeit Tribut fordert
Inn're Hitze spürst auch Du
geh'n wir, doch nicht zur Ruh.Finger wollen Nacktes fühlen
Hände sich durch Kleider wühlen
Lippen aufeinander pressen
will mit dir die Zeit vergessenFingerspitzen berühren dich
Nackenhärchen sträuben sich
Zunge, die Konturen findet
Körper voller Lust sich windetSchmiedefeuer, Hitze sengt
Körper sich an meinen drängt
Lust blüht auf zur reinen Gier
Ich will nur eins sein mit dir. -
Tief Verborgen
@ 2006-07-26 – 09:32:03
Verborgen sind,
ganz tief im mir
Gefühle, Schmerz und Pein.
Ich kann nicht teilen
auch nicht mit dir
es darf nur meines sein.Kannst nicht verstehen
und musst auch nicht
was ich tief drinnen spür
damit dein
großes Herz nicht bricht
behalt ich es bei mir.Verschließ es
fest mit Schloß und Ketten
versteck den Schlüssel gut
Doch möchtest
du mich einmal retten
erfrag's Versteck, hab Mut. -
Die Grille
@ 2006-07-26 – 07:08:23
Einfach nur gedacht. Heut Nacht.Vor meinem Fenster sitzt eine Grille.
Ich kann nicht ruhn, da in der Stille
die Grille glaubt, sie müsse zirpen
und mir dadurch den Schlaf verderben.
Warum reibt sie ihre Hinterbeine
nicht auf des Nachbars Wäscheleine
und macht vor DESSEN Fenster Krach ?
Der ist doch ganz bestimmt noch wach !
Aber nein, sie muss genau HIER zirpen !
Nicht auszuhalten, sie wird gleich sterben !
Ich werfe nach ihr meinen Schlappen
und werd sie an die Hauswand pappen !
Doch halt, Stille ist jetzt eingekehrt !
Ich hab mich wohl zu früh beschwert.
Das Grillenvieh hat sich verzogen,
womit der Ärger auch verflogen.
Jetzt hab ich endlich meine Ruh,
kann schlafen, mach die Augen zu.
Ob sie wohl jetzt beim Nachbarn zirpt
und diesen seinen Schlaf verdirbt ? -
Wunder zum Anfassen
@ 2006-07-25 – 07:55:02
Gestern hielt ich ein Wunder auf dem Arm.
Es heißt Erich, ist fünf Monate alt,
hat blaue Augen und hat mich vollgesabbert. -
Schweiß
@ 2006-07-24 – 08:49:44
Schweiß
Schweiß läuft in Strömen
überall Stöhnen
die Hitze, die Hitze
Schwitze !In Bächen am Rücken
ohne Entzücken
hinein in den Spalt
Halt !Dort ist er verschwunden
wart nicht mehr gefunden
Wohin ist er wohl ?
Toll ! -
Der Gedanken Karussell
@ 2006-07-23 – 15:40:29
Es kreist der Gedanken Karussell
Es kreist um eine Mitte
kreist furchtbar schnellPferdchens Reiter die Gefühle
Pferdchen im Kreise
kann nicht aus der MühleVorwärts ist kein Raumgewinn
Vorwärts im Kreis
ist Ziel der Beginn -
Sonntag, früher Mittag. Wo ist die Amsel ?
@ 2006-07-23 – 12:12:11
Durch Gedankenwirbel dringt das Jubilieren des Zeisigs.
Unsichtbar schmettert er aus dem Busch seine Lieder.Lauer Wind, noch die Spuren des nächtlichen Gewitters mit sich tragend,
streichelt sanft, öffnet die Sinne.Der verstummende Zeisig läßt die Töne einer entfernten Blockflöte ans Ohr dringen.
In einem der Nachbarhäuser übt ein Künstler virtuos sein Konzert.
Zwischen klassischen Klängen ist eindeutig ...in a rich mans world... auszumachen.Sonne, sich ihrer Macht bewußt, bahnt sich Wege durch dichte Wolkendecken.
Kohlweißlinge schaukeln in der feuchtträgen Mittagsluft durch die neue Helligkeit.
Aus Nachbars Garten sind Stimmen zu hören.
Kindergeschrei konkuriert mit erzählenden Basstimmen.
Deftiger Essensduft schwängert die Luft.Des Zeisigs Gesang bringt erneut die Luft zum Schwingen, die Blockflöte verstummt.
Zu dominierend, zu übermächtig wirkt die Kraft des winzigen Troubadours.Und doch muss er sich beugen.
Im nahen Teich beginnen Enten zu quaken,
Nachbars Hahn stimmt ein und dröhnt sein Kikeriki hinaus in den Äther.
Hundegebell vervollständigt die Disharmonie.Zuviel für den kleinen Sänger.
Er räumt seine verstecke Bühne.
Kurzes wackeln dünner Buschzweige, ein Surren, Gelbes schießt durch die Luft.Aber wo, wo ist die Amsel ?
-
HONIGBROT
@ 2006-07-22 – 09:24:11
-
Nichts
@ 2006-07-22 – 07:27:52
Gedanken schießen wie Flipperkugeln durchs Hirn.
Stoßen an, werden zurückgeworfen, stoßen wieder an.
Der Versuch dem Gedankenrollen Einhalt zu gebieten scheitert kläglich.
Keine Reflexion ist fassbar.
Geschweige denn in Worte.
Nur Geräusche fehlen und das Zählwerk der Punkte.
Das Gehirnflipper steigert sich zum Stakkato.
Unzählige Flipperkugeln erzeugen Chaos, ihre Geschwindigkeit erreicht die Schnelligkeit des Lichts.
Ohne Zutun verschmilzt das Chaos in ein sich im Blitz auflösendes NICHTS.
Ich öffne die Augen.
Ich sehe die Welt. -
Manchmal bin ich nur
@ 2006-07-21 – 11:04:21
Manchmal wein ich leise Tränen
weil ich nicht fühle wer ich bin.
Manchmal spür ich große Wut,
doch weiß ich nicht auf was und wen.Manchmal bin ich aggressiv,
möchte wild um mich schlagen.
Manchmal geht’s mir richtig schlecht,
weshalb kann ich niemand sagen.Manchmal möchte ich Dies und Das,
möchte schwelgen im Überfluss.
Manchmal bin ich blind fürs Gute,
seh' nur Böses und Verdruss.Manchmal bin ich arrogant,
habe wahrlich keinen Grund.
Manchmal bin ich einfach müde,
kraftlos wie ein alter Hund .Manchmal kann ich aber lächeln,
weil ein Mensch mir Freude macht.
Manchmal kann ich mich auch freuen
wenn gelingt, was ich erdacht.Manchmal wünsch' ich mir, ich könnte
andern öfters Freude machen.
Manchmal denk ich, dass es schön wär
mit andern Menschen mehr zu lachen.Manchmal gelingt mir dies sogar,
was mich wirklich glücklich macht.
Manchmal schau ich in den Himmel,
bin froh, dass mir die Sonne lacht. -
Sommernacht
@ 2006-07-20 – 09:48:42
Des Tages Hitze Kühle weicht.
Sternenglanz durch Dunkel schleicht.
Kerzenschein statt Sonnenlicht.
Augen durchdringen Schwärze nicht.
Fledermaus Unsichtbares jagt.
Haken fliegend nie versagt.Körper fröstelt in dem Kühlen.
Träume deinen Leib zu fühlen.
Warme Hand auf kalter Haut.
Wärme, die so sehr vertraut.
Zarte Finger streichelnd fühl.
Unverhofft ist nichts mehr kühl.Glut nun tief im Innern glimmt.
Alles seinen Lauf jetzt nimmt.
Lippen auf den Meinen spür.
Lendenhitze drängt zu dir.
Gier gewinnt - ein leichter Sieg.
Mit Dir durch die Wolken flieg. -
Gib acht !
@ 2006-07-20 – 08:08:26
Es ist sinnlos sich zu wehren
gegen Gefühle und Begehren,
gegen Liebe und deren Macht.
Mädchen, gibst du auf dich acht ?Woge trägt dich hoch hinauf,
du lässt den Dingen ihren Lauf.
fühlst die Wellen am Körper ganz sacht,
Mädchen, gibst du auf dich acht ?Treibst im Meer und spürst das Leben,
fühlst die Liebe als sanftes Beben.
Schaust nach oben, Sonne lacht,
Mädchen, gibst du auf dich acht ?Tief die See und voller Tücken,
Gewitterwolken vorwärts rücken.
Dunkelheit herrscht in der Nacht.
Mädchen, gibst du auf dich acht ?Lass die Sonne wieder scheinen,
musst nicht traurig sein, nicht weinen.
Nimmst, was das Leben für dich gedacht.
Mädchen, du gibst auf dich acht !Lauer Wind wird dich weiter treiben,
an hellen Tagen wirst du bleiben
in den Zeiten, die für dich gemacht.
Mädchen, du gibst auf dich acht !Raum ist Zeit und Zeit ist Raum,
alles fließt, du spürst es kaum.
Heut geweint, morgen gelacht,
ich weiß: du gibst auf dich acht






























